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Campo
trincerato
Das am Ende des 19. Jahrhunderts errichtete
"Schützenfeld" von Mestre besteht aus einer Gesamtheit
von zum Forte Marghera gehörenden Festungsanlagen, deren
Ziel die Verteidigung vor eventuellen Angriffen von Land auf den Hafen
von Venedig und dessen wichtiges Militärarsenal war. Nach den
Originalentwürfen sollte es aus sechs strahlenförmig um
das Forte Marghera herum angeordneten Festungen bestehen. Forte Marghera
war zur Zeit Napoleons errichtet worden und durch die erhöhte
Reichweite der Feuerwaffen nicht mehr in der Lage, Venedig vor einem
eventuellen Bombardement zu schützen. Der zu hohe Kostenvoranschlag
für dieses Projekt veranlasste das mit der Realisierung des Werkes
beauftragte Verteidigungskomitee, sich für den Bau von nur drei
Festungen zu entscheiden: Carpenedo, Gazzera und Tron,
an den für die Verteidigung aus den Zugangsrichtungen zu Venedig
strategisch wichtigen Stellen gelegen, also von Nordosten (Triest
und Treviso), von Westen (Bassano und Castelfranco) und von Südwesten
(Padua und Chioggia).
Die drei in vieleckiger Form erbauten Festungen sind identisch
und in regelmäßigem Abstand voneinander und vom Forte Marghera
angeordnet (zwischen 3500 und 4500 Metern), so dass ein gegenseitiger
Schutz vor den Reichweiten der Feuerwaffen der damaligen Zeit gewährleistet
war. Die erste fertiggestellte Festung war das Forte Gazzera - gegen
Ende des Jahres 1886. Jede Festung war mit ca. zwanzig Kanonen mittleren
Kalibers ausgerüstet, die an 12 Stellen im Freien angeordnet
waren, und besaß außerdem Plätze für Granatwerfer,
Gewehrschützen und Maschinengewehre, die sich an der gesamten
Außenseite befanden. 4 Caponnièrengänge in
dem um jede Festung angelegten Graben garantierten die Deckung von
jeder Seite. Die Kosten für den Bau dieser Festungen waren für
damalige Verhältnisse immens, vor allem in Anbetracht der Tatsache,
dass zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung eine weitere Leistungszunahme
der Artillerie ihre Funktion vollkommen unnütz gemacht hatte.
Auf Grund dieser Nichteignung wurde das "Schützenfeld"
von Mestre durch eine weitere Kette von sieben weiter außen
gelegenen und "modernen" Festungen erweitert, die um das
Jahr 1912 herum beendet wurden: Forte Bazzera in Tessera, Forte
Rossarol zwischen Tessera und Favaro, Forte Cosenz in Dese,
Forte Mezzacapo in Zelarino, Forte Sirtori in Spinea
und Forte Poerio zwischen Oriago und Gambarare. Nach dem ersten
Weltkrieg wurden alle Festungen in Waffen- und Munitionsdepots umgewandt.
Sie nahmen das jetzige Aussehen an, das gekennzeichnet ist von dichter
Vegetation, vor allem innen, die man mit Vorbedacht zu Tarnungszwecken
wachsen ließ. Diese Vegetation hat im Laufe der Zeit die Gebiete
in grüne Lungen und Zufluchts- und Nistplätze verschiedener
Tierarten verwandelt. Von den 80er Jahren an wurden alle Festungen
allmählich von den Militärs verlassen, einige von ihnen
beherbergen gesellschaftliche Aktivitäten, durch die ihre Strukturen
ausgenutzt werden und der fortschreitenden Verwahrlosung Einhalt geboten
werden kann, der sie ausgesetzt waren.Koordinierungsstelle für
die Wiedergewinnung des Campo trincerato von Mestre
http://www.artsystem.it/Forti_Mestre
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